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Ja macht nur einen Plan: Zwei-Richtungsverkehr in Altona-Altstadt und ab 9.2.12 die restaurierten Bilder des “Gottbegnadeten” Ludwig Dettmann.

Altona .info: Der Sonderausschuss Ikea und der Verkehrsausschuss der BV Altona plant für den Straßenzug Jessenstr./Louise-Schroederstr.:
“Die Planung sieht die Einführung eines Zwei-Richtungs-Verkehrs und am Grünzug eine erleichterte Querung der Straße für Fußgänger, die den Grünzug benutzen wollen, vor. Die Planung ist auch im Zusammenhang mit der Ikea-Bebauung zu sehen.”
Just am Tag der Anhörung standen ein Paar Aufsteller in Altona Altstadt auf den Gehwegen und informierten über eine “öffentliche Anhörung” am 8.2.12 über die Planungen der beiden Ausschüsse. Die klandestine Einladung in den Kollegiensaal zeigte Wirkung. Die Ausschussvertreter konnten ungestört ihre Verkehrssimulationen abspielen lassen: der Straßenzug Jessenstr.- Louise-Schröderstr. soll für den Zwei- Richtungs-Verkehr umgebaut werden, hier wird ein Baum abgesägt, da kommt wieder einer hin, da eine neue Bank, da eine Bank mit Auflage … usw., alles schön präsentiert per PP.
Was für ein Verkehrschaos ab 2013 zu erwarten ist, welchen Weg die Riesenzulieferlkws dann fahren werden, ob eine “erleichterte Querung für Fußgänger”und der Abbiegerverkehr in und aus der Altonaer Poststr. bei über 5000 mehr Autos für Staus sorgen wird, war dann nicht so das Problem.
Warum eigentlich kommt der Verkehrsausschuß erst jetzt auf die freundliche Idee, hier und da Bänke aufzustellen? Ruhiger wird es nicht werden, Grüner auch nicht.
Sollen sich dann die Fußgänger mit ihren Möbelpaketen auf dem Weg zur S-Bahnstation Königstr. unter den mickrigen Bäumen etwas ausruhen und das kosmische Verkehrsrauschen geniessen ?
Im Windschatten der Aufregung über die Bergspitze fiel die Wirklichkeitsverweigerung der Bezirkspolitiker bei den wenigen Besucher_innen nicht so auf.
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Nachtrag:  lt. “Elbe Wochenblatt Nr. 7″ gab es noch einige Kritik an den Plänen, die von der Planungsfirma “Schmeck-Junker” präsentiert wurden. “Hauptvorwurf: Die Pläne orientieren sich an der “autogerechten” Stadt der 60er Jahre. Dass viele Bürger mittlerweile auf das Fahrrad umgestiegen sind, werde schlicht ignoriert. Genaue Zahlen, wie viele Autos nach der Eröffnung von Ikea durch die Jessenstraße fahren werden, blieb die Verwaltung schuldig. Eine Frau kommentierte: “Habe ich es richtig verstanden? SIe machen eine Straßenplanung, ohne konkrete Zahlen zu nennen?” Ein anderer Kritiker urteilte: “Wenn Sie sagen, die Ikea-Anbindung interessiert uns in diesem Zusammenhang nicht, dann kann ich nur sagen: Das ist kein Konzept.”
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Für den nächsten Tag war ja auch noch eine Feier angekündigt:“Im Rahmen der nächsten Sitzung des Hauptausschusses laden die Bezirksversammlung Altona und die Stiftung Denkmalpflege Hamburg zur Buchvorstellung der Publikation “Ludwig Dettmanns Gemälde im Altonaer Rathaus” ein. Der historische Bilderzyklus Dettmanns, der 1900 von der damals preußischen Stadt Altona in Auftrag gegeben wurde, stellt vier Schlüsselszenen der Altonaer Geschichte dar. Diese Bilder wurden nun restauriert und zusammengefügt.”
Kommt so zusammen, was zusammengehört ? Altona ehrt sich mit  ”Ludwig Dettmann, einem Maler des NS-Staates, der Aufnahme in die “Führerliste” , auch “Gottbegnadeten-Liste” genannt, fand. Gleich 1933, Eintritt in die NSDAP, 1938 Autor: “Ostfront. Ein Denkmal des Deutschen Kampfes”, 1939 in “Kunst im Deutschen Reich(Rosenberg-Organ) als “Maler des Weltkrieges 1914-1918″ hervorgehoben. Er gehörte zum Vorstand des “Reichsverband bildender Künstler” und erwies sich bis an sein Lebensende als Anhänger des Nationalsozialismus.
Davor wurde er von Max Liebermann unterstützt, als dann die Nazis die neuen Herren wurden, war das nicht mehr wichtig. Geschäft ist eben Geschäft, oder wie Max Liebermann am 30.1.33 sagte: “Ich kann gar nicht soviel fressen, wie ich kotzen möchte.”
weitere Quellen:  Ernst Klee, Kulturlexikon zum Dritten Reich

 

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