Archiv, Rumors, Umgebung

August 2012: Ikea kann mit dem Bunkerbau in Altona beginnen.

Die steg Hamburg – (Sanierungsträger für den Stadtbereich Altona Altstadt) gibt bekannt:
„Die Behörde für Stadtentwicklung und Umwelt und IKEA haben einen städtebaulichen Vertrag geschlossen, der die bereits am 17. Februar 2012 erteilte Baugenehmigung des Einrichtungshauses in der Großen Bergstraße um weitere Aspekte ergänzt. In dem Vertrag werden unter anderem die Erschließung und das Parkleitsystem, Sondernutzungen und die finanzielle Beteiligung an der Gestaltung des Goetheplatzes geregelt. Damit sind die Voraussetzungen für den Baubeginn auf dem 10.000 qm großen Grundstück erfüllt.
IKEA übernimmt die Kosten, die aus der Ansiedlung des Einrichtungshauses im öffentlichen Bereich entstehen. So zum Beispiel für die Umbauten von Kreuzungspunkten und die Erweiterung des Parkleitsystems. Außerdem beteiligt sich IKEA an Maßnahmen der Integrierten Stadtteilentwicklung im Umfeld, wie der Neugestaltung des Goetheplatzes. (< < „beteiligen“ heißt  bei Ikea sicher auch Mitspracherecht haben, solls vielleicht noch ein Ikea Hotel in der Nähe geben: „Wir wollen uns in ganz Europa ausbreiten“, sagte der zuständige Manager Harald Müller. In Deutschland seien dafür in großen Städten zum Beispiel freiwerdende Flächen in Bahnhofsnähe geeignet, sagte Müller)
Städtebaufördermittel des Bundes bzw. Fördermittel des Landes hat IKEA weder für die Errichtung noch für den Betrieb erhalten.
(< < wenn das schon so betont wird, wofür hat Ikea denn Mittel bekommen ?, für den Abriß ?)
Der Bau des ersten innerstädtischen IKEA-Einrichtungshauses soll im Oktober 2012 beginnen. Die Eröffnung des Hauses ist für Frühjahr 2014 vorgesehen.
—-
Was so klingt, als hätte die Behörde für Stadtentwicklung und Umwelt (BSU) einen harten Vertrag mit erheblichen Kosten für Ikea ausgehandelt. Ob das so ist, steht auf einem anderen Blatt. Weder den Vertrag noch das andere Blatt wird die Öffentlichkeit einsehen können. „Ikea übernimmt die Kosten, die aus der Ansiedlung des Einrichtungshauses im öffentlichen Bereich entstehen“ – nur wie können diese Kosten berechnet werden ? Gehören die Kosten durch Lärmbelästigung, Verkehrsstau usw. dazu ? – sicher nicht.
Schon jetzt hat die Baugrube über die ganze Länge an der Seite Große Bergstraße einen Meter an öffentlichen Flächen abgebaggert. Welche „Sondernutzungen“ sind jetzt erlaubt, welche  „Erschließung“.
Und die „finanzielle Beteiligung an der Gestaltung des Goetheplatzes“  wird dann mit einem latenten Einspruchsrecht des Konzerns bezahlt. Darum ist wohl die Planung der Bergspitze noch nicht unter Dach und Fach, weil Ikea erstmal seine Bunkerverträge abschließen wollte.
Und wie immer in der Lokalpresse: ein Architekturentwurf wird gezeigt,
bei dem die Sonneneinstrahlung verkehrt ist.
Die gezeigten Lichtverhältnisse gibt es in der Großen Bergstraße nicht, die nördliche Seite des Ikeabunkers würde kurz am frühen Morgen von Osten und abends von Westen von der Sonne angestrahlt, aber nur einige Wochen im Hochsommer. Am Morgen steht sie nie hoch genug im Osten (wie in dem Bild >) um den Boden vor dem Ikeabunker zu erleuchten. Das Architekturbüro Dinse, Feest, Zurl hat bei der Planung Norden mit Süden vertauscht.

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Und in den Senatsverlautbarungen muß dann noch Stadtentwicklungssenatorin Jutta Blankau ihre abhängige Unwissenheit  beweisen: „Mit der Ansiedlung von Ikea in der Großen Bergstraße beginnt die Neubelebung der früheren  Haupteinkaufsstraße in Altona. Das ist für das gesamte Quartier ein Gewinn.“
Hat sie doch fleißig Bild, das Hamburger Abendblatt gelesen und redet alles ihren Vorgängern nach.

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