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im Bett von Ikea – die (Kunst)altonale 2014

Zur Eröffnung der Ikea Filiale lädt die 16. altonale zum „größten Hamburger Kulturfestival“ ein, mit dem markanten Motto „lokal – nachhaltig – international“. Nach etwas Kunstgeplänkel, kaum erkennbar in diversen Ottensener Schaufenstern und hoch angepaßt im Mercado, können sich dann die immer gleichen Bands in die Herzen der 500 000 Besucher spielen, die vor allen Dingen eins zu tun haben: konsumieren.
Dafür die Freßstände und Flohmärkte und noch ein kulinarisches Highlight und noch etwas gegen die Angst vor dem Verhungern – oder ein „Deutscher Pavillon“ am 4.7.14 (Achtung Halbfinale) in der Eggersallee.
Wir müssen schließlich wissen, wo wir sind, nein, nicht mehr in Dänemark, da können sich die Kopenhagener Partnerkünstler noch so sehr an Ikea Nachbauten abmühen – und überhaupt, wir wollen Fußball.

Aber ja doch, es gibt auch das Andere und Besondere, die Altonaer sind ja so ausgeprägte Freunde der „schönen Künste“: kulturelle Tafelrunden z.B. mit Prof. Dr. Lingner – recycelte Teller und paternale Texte natürlich inklusive – eben so richtig nachhaltig.

Und, ja warum lokale Künstler, die jeder kennt, gerade bei einer „Bunkerinvention“ wieder entdeckt werden sollen??

Zumindest wird der Bunker dabei entdeckt – für potentielle Mieter, die dort bald einziehen können – die Altonaer Immobilien Netzwerker wissen sicher schon mehr. Wenn es gut läuft, kann ein Superding daraus werden, so ähnlich wie der umgebaute „Appartmentbunker“ , 800 m westlich der Friedensallee am Ende der Bülowstraße: von 650.000 € für eine verschattetes Erdgeschoßloft (128qm) bis zur freistehenden Badewanne mit Blick über Ottensen aus einem Loft für 2.3 Mio € – wow, dafür intervenieren wir doch gerne.

 

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Diskussionen

3 Gedanken zu “im Bett von Ikea – die (Kunst)altonale 2014

  1. Witzig, so ein bissiger Bericht gegen den Konsum während direkt darunter Werbebanner blinken und blitzen 😉

    Verfasst von Lilly | 6. Juli 2014, 11:58
    • Die Werbebanner werden von „wordpress“, dem Hoster dieser Webseiten, geschaltet, damit er etwas Geld mit dieser für mich kostenlosen Webseite verdient.

      Verfasst von frappant | 28. März 2015, 16:58
    • Im Wesentlichen geht es um das Bemühen vieler Künstler, designkompatibel zu werden – das Ärgerliche daran ist besonders, sie bekommen nicht das Gehalt der Designer. Dafür können sie die Öde ihrer Produktionen dann theoretisch überhöhen und ihnen gar widerständige Aspekte andenken.

      Verfasst von frappant | 28. März 2015, 17:17

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