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frappant hat geschrieben 121 Beiträge für ikea privatisiert altona

Wie Hamburg – Altona in der NS Zeit durch Zwangsarbeiter_innen zu Wohlstand kam

dokumentiert anschaulich diese Karte: http://www.zwangsarbeit-in-hamburg.de

… Firmenlager, Gemeinschaftslager, Kriegsgefangenenlager und Arbeitserziehungslager,

1299 Lager, beteiligt waren 928 Betriebe. Daraus ein Screenshot mit Altona.

Zwangsarbeit in Altona

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Bäume fallen für Ikea

im Juli 2015

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klar braucht Ikea Holz, aber muß es direkt vor dem Laden abgeholzt werden?

Oder bemühten sich die Gartenbauer, übereifrig wie manche Mittelständler so sind,
wenn es um untertänige Pflichterfüllung dem richtigen Gewinner gegenüber geht,
den Blick durch den neuen Park an der Altonaer Poststraße auf das Firmenlogo frei zu hauen?

Altona_Juli_2015 - 2

Mußten dafür die Forsythien Büsche mit ihrem Konkurrenzgelb entfernt, die klobigen Wackersteine
und noch ein ach so schön geschwungener Weg direkt auf die Rückseite des Ikeabunkers führen?

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Dezember 2010
18.12.10: jeder Strauch und Baum in der Umgebung des Frappant Gebäudes werden abgeholzt

 

 

 

 

 

 

 

 

Juli 2015: nun stehen links wacklige Baumschulbäumchen, wie von Architekturpraktikanten auf das Modell gesetzt.

 

 

Altona Elbhang Juni 2015, eine Luftmess-Station unter grünen Bäumen..

 

neben der misslungenen Park Bemöbelung mit den Holz/Steinskulpturen, steht, gut beschattet, unter den Parkbäumen am Elbhang die Luftmess-Station (DEHH079).
Unverständlich, warum nur ein Teil der sonst üblichen Messwerte hier erhoben wird:
Feinstaub, Schwefeldioxid, Stickstoffoxid —  es fehlt: Ozon, Kohlenmonoxid
Wie positiv sich die Parkumgebung auf die Messwerte auswirkt, kann nur gemutmaßt werden.
Dennoch lagen Werte im 1. Halbjahr 2015  an 5 Tagen über den Grenzwerten.

…hier die aktuellen Werte

und hier vom 1. Quartal 2014 >>>

bald mehr über das Thema Verwertung

im Kontext der Aktionen 2009/2010 für den Erhalt des Frappant Gebäudes und dessen Umwandlung in ein Stadtteil- und Kulturzentrum.

Ikea Möbel aus Weißrussland

Ikea läßt die billigen Möbel u.a. in Weißrussland herstellen. Billigste Holzlieferung, die unterdrückten Arbeiterinnen, keinerlei demokratische Rechte und keine Pressefreiheit – ideale Produktionsbedingungen für Ikea Möbel. Die dann schick verpackt im Ikea Bunker in Altona zum Verkauf bereit liegen. Wer es wissen möchte, oder nicht glauben will, beim Markencheck Ikea (Ard 25.8.14) machte sich ein Team auf den Weg nach Weißrussland und fand Arbeiterinnen, die über die Arbeitsbedingungen in der Ikea Lieferfirma berichten: 12 Stunden Arbeitszeit täglich, 360 € Lohn im Monat. Das auf dem Ikea Möbel angegebene Ursprungsland Litauen war falsch, die dreimal niedrigeren Produktionskosten in Weißrussland regelten den Umzug dorthin. Als das Reporterteam in der weißrussischen Möbelfirma den Eindruck machte, für die deutsche Möbelindustrie zu filmen, schimpften die Arbeiterinnen vor laufender Kamera über die unerträglichen Arbeitsbedingungen. „Demokratisches Design“ – ein Slogan, den Ikea für seine Produkte reklamiert, bekommt damit eine konkrete Bedeutung: die deutschen Ikea Kunden entscheiden über die Ausbeutung der Arbeiter in den Ikea Firmen per demokratischen Kauf der Möbel. Willst du Komplize sein – dann kaufe bei Ikea ein. Oder schreibe überlegt dümmliche Artikel für deutsche >> Zeitungen

im Bett von Ikea – die (Kunst)altonale 2014

Zur Eröffnung der Ikea Filiale lädt die 16. altonale zum „größten Hamburger Kulturfestival“ ein, mit dem markanten Motto „lokal – nachhaltig – international“. Nach etwas Kunstgeplänkel, kaum erkennbar in diversen Ottensener Schaufenstern und hoch angepaßt im Mercado, können sich dann die immer gleichen Bands in die Herzen der 500 000 Besucher spielen, die vor allen Dingen eins zu tun haben: konsumieren.
Dafür die Freßstände und Flohmärkte und noch ein kulinarisches Highlight und noch etwas gegen die Angst vor dem Verhungern – oder ein „Deutscher Pavillon“ am 4.7.14 (Achtung Halbfinale) in der Eggersallee.
Wir müssen schließlich wissen, wo wir sind, nein, nicht mehr in Dänemark, da können sich die Kopenhagener Partnerkünstler noch so sehr an Ikea Nachbauten abmühen – und überhaupt, wir wollen Fußball.

Aber ja doch, es gibt auch das Andere und Besondere, die Altonaer sind ja so ausgeprägte Freunde der „schönen Künste“: kulturelle Tafelrunden z.B. mit Prof. Dr. Lingner – recycelte Teller und paternale Texte natürlich inklusive – eben so richtig nachhaltig.

Und, ja warum lokale Künstler, die jeder kennt, gerade bei einer „Bunkerinvention“ wieder entdeckt werden sollen??

Zumindest wird der Bunker dabei entdeckt – für potentielle Mieter, die dort bald einziehen können – die Altonaer Immobilien Netzwerker wissen sicher schon mehr. Wenn es gut läuft, kann ein Superding daraus werden, so ähnlich wie der umgebaute „Appartmentbunker“ , 800 m westlich der Friedensallee am Ende der Bülowstraße: von 650.000 € für eine verschattetes Erdgeschoßloft (128qm) bis zur freistehenden Badewanne mit Blick über Ottensen aus einem Loft für 2.3 Mio € – wow, dafür intervenieren wir doch gerne.

 

Hohe Feinstaubwerte in der Umgebung des Ikea Bunkers im 1. Quartal 2014

Beängstigende Aussichten für die Bewohner Altonas: im letzten Monat sind in der Nähe des Ikea Bunkers die Messdaten für Feinstaub einige Male über den Grenzwert  gestiegen. Die beratungsresistenten Cdu/Spd/Grünen/Fdp Umweltpolitiker in der Altonaer Bezirksversammlung hatten im November 2012 wohl wissend, warum, eine Luftmess-Station in der Nähe des neuen Ikea-Bunkers „für überflüssig“ gehalten und abgelehnt: Frank Toussaint(Vorsitzender der Bezirksversammlung Altona: “Der Antrag wurde mehrheitlich abgelehnt, weil Zweifel daran bestehen, dass die Ergebnisse so einer Luftmess-Station besonders aussagekräftig sind” Niemand könne nachweisen, wie viele Stickoxide und Feinstäube nun von den Kunden-Autos stammten und wie viele von anderen Straßen oder den Hafenschiffen, meinten Umweltpolitiker von SPD, CDU, Grünen und der FDP. Eine Messstation mache die Luft ja nicht sauberer.”  (Ndr Nachrichten 24.11.12) Feinstaub Werte Altona Max-Brauer-Allee_20140327_0403

 

 

 

Feinstaub Werte Altona Elbhang_20140327_0403

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Aufgrund der Warenanlieferung und die Ikea Kunden muß ein deutlicher Anstieg der Feinstaub und anderer Luftschadstoff Werte nach der Ikea Eröffnung am 30.6.2014 erwartet werden. Warum sollte es hier anders werden, die Ikea Filiale wurde in Rekordzeit gebaut, um Umsatz für Ikea zu bringen, wie 60 km nordwestlich: Für den ersten Ansturm bei Ikea-Dänischburg werden 15000 Kunden erwartet:“ Doch nicht nur für das Einrichtungshaus, sondern auch für die Polizei ist heute der erste große Testlauf. Denn die meisten Kunden werden mit dem Auto anreisen, da der neue Bahnhaltepunkt Dänischburg erst im Dezember fertig wird (siehe unten). „Gegebenenfalls müssen wir Autobahn-Abfahrten für einen kurzen Zeitpunkt sperren“, sagt Polizeisprecher Stefan Muhtz.Ob der Bahnhof in Altona bis zum 30.6.14 fertig sein wird? – Als vor wenigen Tagen der Elbtunnel für wenige Stunden gesperrt war, brach der Verkehr in Altona zusammen. Und wenn, angenommen, Alles ist soweit fertig, wieviele Ikea Kunden werden sich denken, ach, fahren wir doch nach Altona, der 30.6. ist zwar ein Montag, aber bei dem schönen Wetter gönnen wir uns einen netten Abend, oder wir gehen wir am 7.7. zu Ikea-Altona, danach chillen wir dann auf der Reeperbahn oder an der Elbe, irgendwo finden wir sicher einen Parkplatz und dann sind bald Schulferien, da können wir die Möbel zuhause aufbauen… „Das Umweltbundesamt geht davon aus, dass in Deutschland 2013 über 47.000 Menschen wegen schlechter Luft, hauptsächlich durch Feinstäube in Großstädten, gestorben sind.“ (Telepolis, 26.3.14) Hier die aktuellen Werte aus Altona, vom Elbhang und  von der Max Brauer Allee. siehe Umweltbundesamt:

„Revolution in Altona“, ermäßigt über die Ikea Family Karte, im Altonaer Theater April 2014

5.4.2014

Welche Ermäßigungen gibt es denn auf die Theaterkarten, gibt es eine für Rentner? „… nein, tut uns leid, es gibt nur Ermäßigungen für die Ikea Family Karte und für die Budni Karte, etwas anderes können wir Ihnen leider nicht anbieten …“
Erstaunt – warum ?  War Ikea früher für seine strikte Ablehnung jeglichen Sponsorings bekannt, ist diese Zeit längst vergangen.  (Nabu, Altonaer Museum, Greenpeace)

Vor Beginn der Aufführung eine Ansage: Video- oder Audiomitschnitte sind nicht erlaubt. Ich beobachte die Zuschauer um mich herum, kein Smartphone, keine Videocam – welche  Not treibt das Ensemble zu so einer peinlichen Ansage?

Die Bühne ist mit weißen Sandsäcken dekoriert, ein weicher unebener Grund auf dem die Schauspieler sich bemühen, ein revolutionäres Flair à la 1918 zu inszenieren. speziell der abendliche Star: Adam Bousdoukos.

Er schimpft, und brüllt, und versucht den Thälmann in sich zu entdecken – nur er bleibt was er ist.

Auch eine amerikanische Eiche für „Kebap“? oder Kebab, oder warum ein „Recht auf Stadt“ Projekt in Altona sich so nennt.

Nachschub für Kebab

Nachschub gefällig für Kebap ?

update 28.2.14:
Die amerikanische Eiche auf dem Goetheplatz wurde am 25.2.14 von den Hamburger „Baumpflegern“ klein gesägt. Die Sicht von Westen auf den Ikeabunker ist nun frei gemacht, die letzte Runde der Zurichtung von Altona Altstadt zu Ikeas Wohnzimmer eingeläutet.
Ob das Holz der amerikanischen Eiche teuer verkauft werden kann oder gar zur Pellet Befeuerung à la Kebap dienen kann?
Auf Ikeas Entwurfsskizze für den damals bekämpften Neubau fehlte schon 2009 die amerikanische Eiche >>>, stattdessen ziert eine mickrige Platane(?) den Blick auf den „nachhaltigen“ Ikea Klotz.
Übrigens, die drastische Gelb Blaue Farbwahl sieht in Natura noch widerlicher aus.Tree_Felling_Ikea_Hamburg_201402253Tree_Felling_Ikea_Hamburg_201402252

Tree_Felling_Ikea_Hamburg_201402251

Dezember 2012:
Als ich zum ersten mal einem türkischen Freund das „Projekt Kebap“ vorstellte, nahm die schlechte Laune, die mein Reden bei ihm auslöste, so deutlich zu, daß wir nach wenigen Sätzen das Thema wechselten.

Schon allein, daß ein Wort wie Kebap zur Abkürzung für „KulturEnergieBunkerAltonaProjekt“
verwendet wurde, war ihm derart unangenehm.
„Gegrilltes oder gebratenes Fleisch“ bedeutet Kebab auf türkisch – und nun versuche mal eine(r) den Unterschied von Kebap und Kebab herauszuhören.
Den 7 Kebab Aktivisten sind solche Gedanken offenbar fremd, die Kampagne für das Projekt ist perfekt vorbereitet, mit anschaulicher Bebilderung werden Zielgruppen angesprochen, die in Altona was zu sagen haben.
Das oberflache Multikulti Getue bei der Namenabkürzung Kebap passt dabei gut ins selbstgefällige Klischee, hört jedoch sofort auf, wenn die Anliegen des Projekts benannt werden: „KEBAP versorgt Altona mit Energie: zu einem Teil mit Wärme und Strom, zu einem anderen Teil mit geistiger Kraft.“  Noch was ?
Klar: CO2 -neutral, 15 Arbeitsplätze, engagierte Altonaer BürgerInnen als Projektentwickler .
So flott stellt sich „Kebap“ dann auch am Wochenende auf den Goetheplatz und wirbt mit einem Stand vor der Ikea Baustelle für das „Kebap Konzept“. Mit der Ikea Ansiedlung hatte das Projektteam der 7 Macher_innen mit deutschen Wurzeln keine Probleme, nun jedoch, mit Unterstützung von Haw und Hcu soll es an die Arbeit gehen.
Die Koalition von Spd/Grüne im Bezirk hat schon die Unterstützung des „Kebap Konzeptes“ signalisiert. Das wäre doch was, ein „gegrilltes Fleisch“ Kulturprojekt in Altona, in einem Bunker. Gelobt sei, was dumm macht – und der eigenen Karriere und Klientel dient.
Nun, bei der  „Recht auf Stadt“ Demonstration am 18.1.2014 gehört Kebap nicht zu den Unterzeichnern.

Beobachtet „Verfassungsschützer“ Veranstaltung zum Thema: Was wird aus der Großen Bergstraße ?

update: 28.2.14
„Klammheimlich wurde ab 2004 von der Berliner Polizei eine “Stadtweite Veranstaltungsdatenbank” aufgebaut, in der u.a. personenbezogene Daten von Anmeldern politischer Versammlungen für drei Jahre auf Vorrat gespeichert werden.“ 
(.
..) „Schließlich kann mit dem Bekanntwerden der Datenbank auch ein Einschüchterungseffekt einhergehen, so dass Grundrechtsträger in Zukunft einfach weniger Versammlungen durchführen. 
Ganz unberücksichtigt und unbeantwortet bleiben nach dieser vernichtenden Einschätzung noch die offenen Fragen, in welcher Form und in welchem Umfang im Rahmen der Veranstaltungsdatenbank weitere Datenverarbeitungen oder gar -verknüpfungen (z.B. in Richtung der Geheimdienste) durchgeführt werden und welche Folgen diese für die Betroffenen und ihre Grundrechte haben können oder in der Vergangenheit schon hatten.“  mehr dazu bei netzpolitik.org

Zum 28.11.11 hatte die Stadtteilgruppe Altona-Altstadt der Bezirksfraktion Altona „Die Linke“ zu Information und Diskussion über das Thema: Was wird aus der Großen Bergstraße ? in das Restaurant Sait Köz eingeladen. Die Gäste kommen nach und nach um einen Tisch neben dem Eingang zusammen, nach kurzer Überlegung wird vereinbart, nicht in den rückwärtigen Raum umzuziehen, sondern an dem vorderen Tisch zu bleiben. Kaum ausgemacht, erhebt sich ein Besucher, der zuvor stets etwas überneugierig die Besucher der Veranstaltung beobachtet hatte, und setzt sich allein an den gegenüberliegenden Tisch. Ein schüchterner Besucher, der sich nicht so recht traut, offensichtlich daran teilzunehmen ? Er bestellt ein Glas Tee, schaut angestrengt auf sein Smartphone. Am Tisch der Veranstaltungsbesucher fällt dieses wenig dezente Beobachten auf, Stimmen werden laut: das ist eine Frechheit, daß wir hier auch noch vom Verfassungsschutz beobachtet werden. Was tun ?
Der Allen unbekannte Herr schaut auf sein Handy, bekommt deutlich nichts von der Kritik mit und schlürft seinen Tee. Die Veranstaltung nimmt ihren Verlauf. Der Herr sitzt und sitzt nebenan, schaut vor sich hin, vermeidet Blickkontakt. Die Diskussionen verstummen nach und nach, alle stehen auf, eine etwas bedrückte Stimmung hatte sich breit gemacht. Die Besucher brechen auf, verabschieden sich.
Der ständige Beobachter am Nebentisch ebenfalls, das Glas Tee ist schon lange leer, Telefonate gabs auf das Smartphone nicht.
Welche Erkenntnisse die Beobachtung der Kritiker der Ikea Ansiedlung wohl der Behörde gebracht hat ?
Audiobeitrag der Kampagne “Rassismus tötet!” [Lokalgruppe Berlin] über die nationalsozialistische Tradition des Verfassungsschutzes und dessen stetige personelle Besetzung durch alte und neue Nazis:  Der Verfassungsschutz – Ein brauner Traditionsverein.

Die „Blaue Blume“ der Nazis sollte wieder in Altona blühen

update 17.2.14:
Das „Mosaik unter Kaiser-Wilhelm Denkmal wird nicht freigelegt“
altona.info vom 15.2.14
darin: „Das Mosaik, das sich unterhalb des Kaiser-Wilhelm-Denkmals vor dem heutigen Altonaer Rathaus befindet, wird vorerst nicht freigelegt. “
…..
Daneben das Bild: Heinz Rühmann steht in seinem Film „Der Hauptmann von Köpenick“ direkt vor dem damals noch freigelegten Mosaik. Screenshot / ARD
+
„Das Thema soll auf Wunsch der CDU dennoch weiter besprochen werden, zumal das Bezirksamt Altona vorerst zwei Varianten für eine komplette Freilegung untersuchte. Eine könne auch noch sein, eine Art Sichtloch mit einer Acrylplatte freizumachen, die einen kleinen Blick auf einen Teil des Mosaiks verspricht. Der finanzielle Gesamtaufwand bei den vom Amt kalkulierten Varianten einer vollständigen Freilegung inklusive Treppen hätte zwischen 100.000 und 150.000 Euro gelegen, schätzte das Amt.“

Kommentar: Daß Heinz Rühmann, der Liebling aller deutschen Muttis und Opas, Teil der NS Filmpropaganda war, wird in dem Beitrag von altona.info nicht erwähnt, seine Popularität soll evtl. Stimmung für eine Freilegung machen – oder ist das ein weiteres Beispiel für die mangelnde Recherche Arbeit der Redakteure?
Die „Art Sichtloch“ mit Acrylplatte wäre evtl. sinnvoll: Acryl verkratzt sehr leicht, dann ist durch das Acrylglas nichts mehr zu sehen, doch: für diesen Preis könnte auch eine neue Gestaltung mit den Mosaiksteinen an Künstler aus dem Bezirk vergeben werden.  

————- 17.12.2013
In Altona wird sich auf die Verleihung der Stadtrechte am 23. August 1664 durch den dänischen König Friedrich III vorbereitet. Und wie so oft, soll vieles dann noch schöner und vor allem noch geschichtsträchtiger herausgeputzt werden, es werden immerhin 300 000 Besucher für den zentralen Festakt am 23.8.2014 erwartet. Was könnte noch schöner werden, am, im und um das Altonaer Rathaus?

Auch vor dem Rathaus soll es nach Meinung des selbsternannten Historikers W.Vacano schöner werden. Nur 10 000 € kosten soll nun noch die Freilegung eines „Hamburger Highlights“: das unter dem Vorplatz des Altonaer Rathauses verborgene Kornblumen Mosaik. (>elbe-wocheblatt.de).

Die blaue Kornblume – ein schwerst belastetes politisches Symbol – der lesenswerte Artikel aus Österreich stellt das zarte, blaue Pflänzchen in den historischen Kontext und macht klar, wie wenig das Kornblumen Mosaik sich für Feiern eignet.  Nicht zufällig vielleicht, daß gerade in Österreich, die Kornblume von den Neofaschisten der Fpö als politischen Symbol  für ihre Verbundenheit mit dem Antisemiten Georg von Schönerer (um 1880) und der 1933 (noch) illegalen Nazis in Österreich bei der Parlamentsfeier zum Nationalfeiertag am 27.10.13 an ihren Revers trugen.

Was nun?  Das Mosaik umgestalten und die bescheuerten Dettmannbilder teuer an reiche Nazifans verkaufen ?

Ausführliche Informationen zu >> Kornblumen << hier.

Im Rathaus wurde schon vorgearbeitet:“Im Rahmen der nächsten Sitzung des Hauptausschusses laden die Bezirksversammlung Altona und die Stiftung Denkmalpflege Hamburg zur Buchvorstellung der Publikation “Ludwig Dettmanns Gemälde im Altonaer Rathaus” ein. Der historische Bilderzyklus Dettmanns, der 1900 von der damals preußischen Stadt Altona in Auftrag gegeben wurde, stellt vier Schlüsselszenen der Altonaer Geschichte dar. Diese Bilder wurden nun restauriert und zusammengefügt.” (www.altona.info/2012/02/06)

Das Rathaus Altona ehrt  Ludwig Dettmann, einen Maler des NS-Staates, der Aufnahme fand in die “Führerliste” , auch “Gottbegnadeten-Liste” genannt. 1933, Eintritt in die NSDAP, 1938, Autor: “Ostfront. Ein Denkmal des Deutschen Kampfes”, 1939 in “Kunst im Deutschen Reich(Rosenberg-Organ) wird er als “Maler des Weltkrieges 1914-1918″ hervorgehoben. Er gehörte zum Vorstand des “Reichsverband bildender Künstler” und erwies sich bis an sein Lebensende als Anhänger des Nationalsozialismus. weitere Quellen:  Ernst Klee, Kulturlexikon zum Dritten Reich

Wie hoch die Kosten für die Restauration waren, ist nicht bekannt – doch wie das Wort „Restauration“ nahelegt, geht es wohl gerade darum: den geschichtsvergessenen Altonaern eine heile, alte Welt zu verordnen, auf dass wir alle Altonaer sind, ob als Nazi, Kommunist oder Sozi, egal, die von den Nazis ermordeten Juden sind nicht mehr hier, wer sollte noch etwas sagen gegen die Verdrängungen und Lügen der Täter und ihrer Kinder? Die historisch meist unterbelichteten Parteigänger – danach sieht es nicht aus.

Diskret wurde am 3. Februar 2012 auch ein schmales Büchlein vorgestellt: „Ludwig Dettmanns Gemälde im Altonaer Rathaus“ (©2011 ConferencePoint Verlag Idee und Konzept Irina v. Jagow/Stiftung Denkmalpflege Hamburg) Darin heißt es auf S.16: „Am 1.Mai 1933 trat er (< Ludwig Dettmann) der Nsdap bei. Seinen Lebenserinnerungen ist zu entnehmen, dass seine Weltanschauung jedenfalls in Teilen mit dem Nationalsozialismus übereinstimmte. Anerkennung wurde ihm in der Ns-Zeit unter anderem durch mehrere Staatsaufträge zuteil, mit denen er, wie schon im Ersten Weltkrieg, zur Glorifizierung kampfbereiter Soldaten und somit des Krieges beitrug. Seine späteren Auftragsarbeiten für den öffentlichen Raum sind durch dekorativ-flächenhaften, vereinfachenden Stil gekennzeichnet, mitunter dem Kunstgewerbe verwandt und durchaus geeignet, um eine radikale politische Botschaft zu transportieren. Damit hatte sich der Maler denkbar weit von seiner früheren künstlerischen Leistung entfernt. Am 19. November 1944 starb Ludwig Dettmann in Berlin.“

Kommentar: Ein Musterbeispiel an verdrängenden Halbwahrheiten liefert hier die Autorin Dagmar Jestrzemski: „seine späteren Auftragsarbeiten“ – damit ist die Malerei für den NS Staat gemeint, was dann dreist als „radikale politische Botschaft“ relativiert wird. Und was steht in „seinen Lebenserinnerungen“: „dass seine Weltanschauung jedenfalls in Teilen“ mit dem Nationalsozialismus übereinstimmte“, nun, das würde wohl auf fast alle Deutschen zutreffen – ein Wink an die „schweigende Mehrheit“ – er ist einer von uns? “ Die entsprechenden Textpassagen aus den Lebenserinnerungen des Malers Ludwig Dettmann werden nicht zitiert, und überhaupt, warum sollte er als Maler in seinen Lebenserinnerungen viel über seine politisch-weltanschauliche Einstellung kundtun?
Daß er „zur Glorifizierung kampfbereiter Soldaten und somit des Krieges beitrug“  – für wie dumm hat Dagmar Jestrzemski eigentlich ihre Leser kennengelernt, dass sie uns diese messerscharf herausgearbeitete Konsequenz aufdrängt? Krieg ist ja nun etwas Böses, das lernt jedes Kind in seiner Walddorfschule. Weiter möchte sie nicht gehen, sonst müsste es hier heißen: er trug zur Glorifizierung der NS Vernichtungskriege und des Holocaust bei.

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Ikea Baustelle wird beheizt ?

Es ist kalt, auch tagsüber unter Null Grad. Die Straßenarbeiten zur Erneuerung der Wasserleitungen wurden eingestellt. Nur auf der Ikea Baustelle geht es auch samstags weiter mit den Bauarbeiten.

„Wohnst du noch? Über Gentrifizierung und Repression in Hamburg Altona “ Jungle World 31/13

„Die Polizeieinsätze gegen Jugendliche in Hamburg-Altona Anfang Juli sind ein ­unmittelbares Resultat der voranschreitenden Gentrifizierung.  VON SVENNA TRIEBLER“
der komplette Artikel in der Jungle World 31/13 >>

„Hüsein Göktaş, der nach den Auseinandersetzungen Anfang Juli als Elternvertreter an den Vermittlungsgesprächen mit der Polizei teilnahm, berichtet im Interview mit der Taz, dass es für Menschen mit nichtdeutschem Namen mittlerweile fast unmöglich geworden sei, im Viertel eine Wohnung zu finden. Auch die verstärkte Polizeipräsenz bringt er mit dem Ikea-Baubeginn in Verbindung.“

“ Hier zieht Ikea seit vergangenem Jahr seine weltweit erste Filiale mitten in der Stadt hoch. Seither hat die Verdrängung der unerwünschten, weil nicht kaufkräftigen Klientel so richtig Fahrt aufgenommen.“

VS_Ikea_2011
ein Beobachter vom Verfassungsschutz(?)  28.11.11 bei einer Veranstaltung der Bezirksfraktion Altona “Die Linke”  über das Thema: Was wird aus der Großen Bergstraße ?

mehr darüber im keinikeainaltona blog eintrag
vom 20.10.12 >>

Ex Ikea Managerin Eva-Lotta Sjøstedt wird Chief Executive Officer bei Karstadt

Mit klarem Blick und einem modischen Brillengestell, als wäre die Aufnahme für ein Fielmann Werbeplakat gemacht, und einem dezenten Lächeln blickt die blonde Eva-Lotta Sjøstedt in die Kamera. Nach einem Karrierebeginn als Fashion Einkäuferin „mit mehrjähriger Erfahrung in Asien“ soll die zuvor als „Deputy Global Vice Präsidentin“ von Ikea tätige nun bei Karstadt die Loyalität der Kunden zu Karstadt zu nutzen versuchen und die Einkaufspreise drücken.
Die Karstadt Angestellten werden sich an den Verkaufsstress der Ikea Arbeiter gewöhnen müssen und mit schlecht bezahlten Minijobbern unter Druck gesetzt werden.
Damit soll eine „deutsche Warenhaus AG“, aus Kaufhof und Karstadt wahrscheinlicher werden. Ein Vorschlag, den der Karstadt Abwickler Thomas Middelhoff schon vor Jahren platziert hatte.

Dazu Artikel vom 11.12.2013 in: Süddeutsche.de
>  Bild der 47 jährigen Eva-Lotta, „wie sie in Schweden nur genannt wird“ <

Ikeatunnel doppelt so teuer, Händler im S-Bahntunnel Große Bergstraße – Bhf Altona werden vertrieben

Das Bezirksamt Altona gibt bekannt: die Sanierung des Fußgängertunnels wird mindestens 1 Million mehr kosten.

Nun muß es schnell gehen, und Alles rechtzeitig fertig sein für die Eröffnung des Ikeabunkers in der Großen Bergstrasse im Juni 2014. Die Massen sollen bei Ikea shoppen, ihr Auto hier parken und den Weg vom und zum Aida Terminal finden. Dafür werden auf einmal neue Bänke aufgestellt, die Parks saniert und die verwirrten Touristen mit einem Fußgängerleitsystem durch Altona Altstadt gelenkt. Auf dass Altona so putzig wie ein Ikea Wohnzimmer werde. Selbst die Kanalisation wird nun zügig saniert.
Wieviel Schisser werden eigentlich erwartet, dass selbst die Kloaken vergrößert werden müssen?
Öffentliche Toiletten soll es hier zwar nicht geben, dafür weiß Jeder, wo es den billigsten Fraß und noch einen Kaffee dazu gibt – bei Ikea, und dann muß eben das eine oder andere bezahlt werden.

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und noch eine Notiz dazu: Bei den Unterschriftsammlungen für das Bürgerbegehren gegen die Ikea Ansiedlung kam oft von grüner Seite das Argument: wir wollen kein zweites Latte Macchiatoviertel hier wie im Schulterblatt.

keinikeainaltona Text November 2012:

„Wer von der Großen Bergstraße zum S- Bahnhof Altona möchte, hat zwei Möglichkeiten: an der Fußgängerampel  Max Brauer Allee warten oder einfach durch die Unterführung.

Dort sind seit über 10 Jahren Stände mit Gemüse, Klamotten, weiter auch ein Nachfülltinten Shop, u.a. Um den Ikea Kunden den Weg von der S-Bahn klar zu machen, wurde vom Bezirksamt beschlossen, den Tunnel nun auf zuhübschen, Ikea hat das Gestaltungsrecht. Die Standbetreiber zahlten für diesen zugigen Standort, nun müssen sie bald weg, da Ikea mit den Bauarbeiten begonnen hat und: „Es ist geplant, im Frühjahr, bzw. Sommer 2013 mit den Bauarbeiten zu beginnen, so dass die Baumaßnahme Dezember 2013 bis Frühjahr 2014 beendet ist”, so Godenschwege (Sprecherin des Bezirksamts). Ziel sei es, bis zur Ikea-Eröffnung fertig zu sein.“   (Abendblatt 19.11.12)

Die Ausweichoption am Bruno Tesch Platz ist keinerlei Alternative, der Bio Markt am Freitagnachmittag hatte nach kurzer Frist aufgegeben. 
Politiker trauen sich offenbar dafür nicht mehr vor die Presse.
Die liierte Presse wird es nett begleiten:  das Wochenblatt unter Cdu Fittichen, Welt, Abendblatt, Mopo schreiben voneinander ab, der Ndr als Lobbyisten–tv und radio.“

Nachtrag: Der Platz ist zugig und eiskalt, die Nähe zu den anderen Gemüsemärkten wird den Konkurrenzkampf gnadenlos machen.

Bezirksversammlung Altona: Luftmess-Station neben Ikea Filiale ist überflüssig

„Die Diskussionen um IKEA in Hamburg-Altona gehen weiter. Die Bezirksversammlung hat sich gegen eine Luftmess-Station für das geplante Möbelhaus ausgesprochen – und damit dem Anliegen vieler Anwohner eine Absage erteilt. Die befürchten ein Verkehrschaos, sobald das Möbelhaus erst einmal eröffnet ist – und, dass dadurch die Feinstaubbelastung im Viertel steigt.“  aus den Ndr Nachrichten 24.11.2012
und weiter:
„Parteien halten Luftmess-Station für überflüssig
Bei einer Infoveranstaltung vor zehn Tagen hatten Anwohner die Möbelkette aufgefordert, eine Luftmess-Station zu bauen. Spontan sagte ein hochrangiger IKEA-Manager zu. Doch zu früh gefreut. Denn fast alle Bezirks-Parteien halten dies Entgegenkommen für überflüssig. Nur die Linkspartei hatte beantragt, die Möbelkette vertraglich dazu zu verpflichten. Der Vorsitzende der Bezirksversammlung Altona, Frank Toussaint sagte NDR 90,3: „Der Antrag wurde mehrheitlich abgelehnt, weil Zweifel daran bestehen, dass die Ergebnisse so einer Luftmess-Station besonders aussagekräftig sind“ Niemand könne nachweisen, wie viele Stickoxide und Feinstäube nun von den Kunden-Autos stammten und wie viele von anderen Straßen oder den Hafenschiffen, meinten Umweltpolitiker von SPD, CDU, Grünen und der FDP. Eine Messstation mache die Luft ja nicht sauberer.“
• auch eine Aussage über den Wert von Ikeas Zusagen und die politische Zurechnungsfähigkeit der Altonaer Bezirksfraktionen von Cdu, Fdp, Grünen und Spd .
die in dem Artikel aufgestellte Behauptung, die Bauarbeiten hätten am 19.11.2012 begonnen ist eine Desinformation: bis auf Arbeiten an Elektrokabeln und einem Dixieklo auf dem Gelände ist von Bauarbeiten nichts zu sehen.

Ehemalige NS-Bunkerbaufirma baut den Ikeabunker in Altona

Ex-Nazibunkerbauer_helfen_Ikea_in_Altona

Ex-Nazibunkerbauer helfen Ikea in Altona

Ein kleines Schild im Gebäude Große Bergstraße 219 zeigt den Namen der Firma, die von Ikea die Bauleitung für den Frappant Abriß und den Neubau der Filiale bekommen hat: Inros Lackner AG.
Die firmeneigene Geschichte der „Inros Lackner AG“  beginnt 1936: „Die INROS LACKNER AG entstand durch die Fusion traditionsreicher Ingenieurunternehmen. Die Prof. Dr. Lackner & Partner GmbH (1936) und die Inros Planungsgesellschaft mbH (1950) sind die zwei Hauptsäulen unseres traditionsreichen Unternehmens.“  Im Jubiläumsbuch zu „75 Jahre Inros Lackner AG“ (S.42) wird kurz der U-Bootbunker Valentin erwähnt: “ Der U-Bootbunker Valentin, der damals zu den größten Bunkeranlagen Europas zählte, wurde unter Einsatz von Zwangsarbeitern errichtet. Tausende kamen dabei ums Leben“ (…) und wenig später: „Die geleisteten Ausgleichszahlungen können nur ein Baustein zur Wiedergutmachung sein, der angesichts des Leids Grenzen gesetzt sind.“

Nun,  welche Zahlungen, in welcher Höhe sind damit gemeint?
Auskünfte darüber gibt es nicht, die  lästige „Pflicht“ zum Verweis auf nicht mehr zu leugnende Geschichte ist dem Text eingeschrieben.

Anzunehmen ist, daß die „Inros Lackner AG“ an Planung und Bauaufsicht des U-Bootbunkers Valentin gut verdiente und diese Einnahmen ein gutes Startkapital nach der NS Zeit bildeten.

Mehr Auskunft über die Baugeschichte des „größten freistehenden Bunker in Deutschland“ (Grundfläche 35.375 qm) finden sich im Wikipedia Artikel: “ Der Bau wurde von der Organisation Todt geplant und beaufsichtigt. Die Bauleitung wurde seit dem Baubeginn im Jahre 1943 von der Arbeitsgemeinschaft Agatz & Bock wahrgenommen, die Bauleitung vor Ort oblag Erich Lackner und der Deschimag AG Weser.[2]  (…) Für den Bau wurden 10.000 bis 12.000 Zwangsarbeiter aus den besetzten Gebieten und dem KZ Neuengamme herbeigeschafft. Sie mussten in Zehnstundenschichten den Bunker errichten. Vermutlich sind 2.000 bis 6.000 Menschen bei Bauarbeiten ums Leben gekommen, genauere Zahlen sind jedoch schwer zu erfassen. Es sind nur 1.700 Tote registriert, weil die Namen der polnischen und russischen Toten nicht berücksichtigt wurden. Viele Zwangsarbeiter sind an Unterernährung gestorben oder hingerichtet worden.“

genauere Informationen über die Geschichte des “ Bunker Valentin“: Denkort Bunker Valentin 

wie heißt es so schön im Editorial zum Jubiläumsbuch der Lackner AG:
Das Bauen für Mensch und Natur hat sich zu einem der komplexesten und wirtschaftlich anspruchsvollsten Bereiche des Ingenieurwesens entwickelt. Diesen Prozess begleiten wir seit über 75 Jahren.“ Wir blicken mit Stolz zurück auf eine Geschichte, die einerseits eng verbunden ist mit Kontinuität und Tradition, andererseits mit Wandel und dem stetigen Blick nach vorn.“

aus aktuellem Anlass noch mal auf der Startseite.


„… neue Produtionsmöglichkeiten in Nordkorea gesucht.“

aus einem Stern Artikel (1.5.12)
„Produktion in Myanmar und Weißrussland
Nach dem Ende der DDR wurde es Ikea laut WDR im Osten Deutschlands zu teuer. Wenige Jahre später habe das Unternehmen neue Produktionsmöglichkeiten in Nordkorea gesucht. Daraus sei nichts geworden, allerdings habe Ikea lange in Birma produziert, später dann in Weißrussland.“

Bruhn kann die Neue Große Bergstraße zubauen, die Bergspitze kommt.

Ein weißer Guckkasten mit 6 Stockwerk Höhe wird 14 Meter in die Neue Große Bergstraße gebaut, sieht aus wie ein genmanipulierter Schweizer Käse (wegen der rechteckigen Löcher). Im Schnellverfahren wurde trotz Proteste das umstrittene Bauprojekt der Fa. Bruhn Immobilien im Bezirksamt Altona durch gewunken, am 16.8.12 ist der Bauvorbescheid erteilt. 2000 qm Gewerbefläche und 55 Wohnungen sollen vor dem Ikeabunker fertiggestellt werden. Was die Wohnungen wohl kosten ?  Einen Fassadenwettberwerb soll es nicht geben, wozu, ist eh schon klar wie der Klotz aussieht.
Von Goetheplatz kann nun niemand mehr sprechen, weil es ihn bald nicht mehr gibt, vom Bahnhof gehen die Konsumenten durch den von Ikea ausgestatteten Fußgängertunnel in die sich verengende Neue Große Bergstraße und werden von einem kräftigen Westwind in die Kaufmaschinen gespült. Der Verkehr wird durch einen weiteren „Magnetbetrieb“ (O Ton M.Classen Spd) neben Ikea nochmehr erhöht, doch Hr.Classen ist voll des Lobes, frei nach dem Motto, „so einfältig wie die Cdu sind wir schon lange, nur lassen wir unsere Dummheit auch Wirklichkeit werden.“  – Immer dabei, die GAL Altona mit Sorgenfalten und hochrotem Kopf.

etwas Infos dazu:  http://www.altona.info/2012/08/20/bauvorbescheid-zur-bergspitze-erteilt/comment-page-1/#comment-26309

Warum die „Süddeutsche“ Ikea in Hamburg so liebt

Immer wieder fällt auf, wie bauernschlau die sonst so renommierte „Süddeutsche“ keine Chance auslässt, den Möbelanbieter möglichst sexy und charmant zu platzieren. Der Ikeabunker in Altona wird zum Mini Ikea – (nach Kritik aus Hamburg wurde der Artikel zurückgezogen), alles wird schöner und besser, wenn endlich der Klotz gebaut wird, die Femen Aktivistinnen in der Hamburger Ikea Filiale   usw.
Schalten die SZ Redakteure plötzlich ihren Verstand aus ?
Oder ist die Hamburger Redaktion der SZ dafür zuständig, die das „Hamburg Magazin“ redigiert:  „Das Magazin aus der Metropole ist die Hamburg Marketing GmbH. Für Redaktion und Produktion ist die Magazin Verlagsgesellschaft der Süddeutschen Zeitung verantwortlich, die in Hamburg unweit des Hafens gegenüber dem Michel ein eigenes Redaktionsbüro hat. “ (quelle: http://sz-media.sueddeutsche.de/de/magazine/files/mediadaten_hamburgmagazin_2012.pdf)
und da natürlich eine Aufgabe hat:
„Hamburg: Das Magazin aus der Metropole zeigt die Hansestadt als einen aufregenden, vielfältigen Ort zum Leben und Erleben.“
hier eine Kostprobe des „pulsierenden“ Stils:
“ Wer das Hamburg Magazin liest
Die Leser von Hamburg: Das Magazin aus der Metropole zeichnen sich durch drei Dinge aus: Sie sind überdurchschnittlich gebildet, besonders konsumfreudig und haben starken Einfluss auf die Meinung der Menschen, mit denen sie sich umgeben. Rund die Hälfte aller Frauen und Männer, die das Magazin lesen, hat Abitur – oder sogar einen Hochschulabschluss. Das Gros verfügt außerdem über ein Haushaltsnettoeinkommen von mehr als 3.000 Euro. Das Altersspektrum reicht von 20-Jährigen bis zu 59-Jährigen, also von Berufsanfängern bis zu Best-Agern. Sie alle vereint die Bereitschaft, für Konsumprodukte von hoher Qualität mehr Geld auszugeben als der Durchschnittsbürger. Und die Begeisterung für das pulsierende Leben in der Metropole Hamburg.“

:: + :  – einfach und toll !   – und dann noch die Best-Ager.   Wow !

und nun, Anfang 2013 sind wir noch begeisterter: über die 300 000€, die wir aus der Betten Steuer jetzt zusätzlich erhalten !!

 

Frappant am Strand • Ostende Juli 2012

FRAPPANT am Strand • Juli 2012 Ostende from hierunda on Vimeo.

Ihr Kinderlein kommet… Ikea Pressekonferenz in den Hamburger Bücherhallen 1.11.2011

Stofftiere sind putzig und liegen bei Ikea auf Kinderaugenhöhe. Nach dem die Erwachsenen endlos durch die Einkaufkorridore getrottet sind, ist die Laune bei den Kleinen eher mau, was könnte helfen ? Ein Stofftier. Und dann werden noch gleich bei jedem „Stoffspielzeug“ 1€ für die Bildung in armen Ländern gespendet. 2012 soll das Geld die Bildung in Albanien „verbessern“. 1,4 Millionen waren es 2011 in der Vorweihnachtszeit (1.11. – 24.11.), da ist die Spendenfreude am größten und bei dem einen Euro Spende fallen die 7,99 € für das putzige Knuddeltier kaum mehr auf. Kann schon sein , daß etwas wenig für die Erstellung der Stofftiere bezahlt wurde, so ist das eben in der kalten Welt. Aber wir wärmen uns an dem 1 €, ist doch toll –  die Idee, ja „Ikea macht Schule“ und das muß auch gut platziert werden, die Bücherhallen Hamburg sind ein guter Ort für eine Pressekonferenz am 1.11.2011. (siehe Bild >Ikea_Prop_Hamburg_2011)
Und glaubwürdig wird es besonders dann, wenn „Save the Children“ mit Ikea glaubhaft macht: „1 € reicht, um fünf Kinder in Entwicklunsländern mit Büchern und Bleistiften auszustatten.“ (Schreibfehler auf der Ikea website). Albanien ist also ein Entwicklungsland und wenn nicht, dann ist „Save the Children“ irgendwie der falsche Partner: „Kommt noch dazu, dass Save the Children vor allem in Krisengebieten und Drittweltländern tätig ist. (…) Save the Children unterstützt Kinder in Notlagen und kämpft für deren Rechte. Diese Aufgaben nimmt die Organisation als Ngo wahr. Das Kriterium der Transparenz ist nur sehr beschränkt erfüllt. Es ist nicht genau nachvollziehbar, wie Save the Children Schweiz organisiert ist. Ausserdem hat die Öffentlichkeit keine oder nur sehr beschränkte Einsicht auf Arbeitsabläufe und Geldflüsse. Ein weiteres Indiz für ungenügende Transparenz ist die Nicht-Zertifizierung der Stiftung Zewo.  Save the Children Schweiz hat damit ein Glaubwürdigkeitsproblem.“
Zitate aus: Globale Zivilgesellschaft.  Eine kritische Bewertung von 25 Akteuren  S. 25 ff
Zewo ist eine Schweizerische Zertifizierungsstelle für gemeinnützige, Spenden sammelnde Organisationen

shit happens: „kunstnah“ muß bis zum Jahresende schließen

mal wieder das Hamburger Abendblatt berichtet darüber, daß der Trägerverein Koala e.V. beschlossen hat, Kunstnah zum Ende des Jahres 2012 zu schließen.
„Erst im Frühjahr 2011 war „Kunstnah“ in die Räumlichkeiten der Kulturetage eingezogen. Das Ende des Projekts kommt also früh – doch trotzdem nicht ganz unerwartet. Die Existenzsorgen begannen bei „Kunstnah“ schon wenige Monate nach der Eröffnung, als im Zuge von Kürzungen im Bereich der Förderung von Arbeitslosen zum Januar 2011 die Stellen der Ein-Euro-Jobber gestrichen werden mussten. Mit einer Übergangsfinanzierung habe man da noch versucht, die Galerie zu erhalten, sagt Paul Pauksch aus dem Vorstand der Kulturetage. Durch Vermietung der Räumlichkeiten für Veranstaltungen sollte Geld in die Kassen kommen. Doch die Einnahmen hätten bei weitem nicht gereicht, um die Kosten zu decken (…) „
wie auf diesem Blog schon beschrieben, ist kunstnah Teil der Kulturetage Altona, die ihre Existenz den ca. 2,4 Mill. Fördergeldern von der Behörde für Stadtentwicklung und Umwelt, damals noch unter A. Hajduk (Grüne) verdankt.
Es mußte weitergehen mit der Kultur in der Großen Bergstraße, und da alle Kunsträume, bis auf kunstnah, vom Forum ins Frappant gezogen sind, wurde ordentlich Geld von der Grünen Spitzenkandidatin locker gemacht. War wohl nichts. Nun langweilt die Altonale ihre kreativen Untermieter mit dem Gejammer, daß „Stamp“ 2013 zu wenig Geld hat, um die Ikea Baustelle zu bejubeln. Für 2014 wird dafür umso fleißiger gesammelt – große Quizfrage, warum das ?

Arbeitskampf bei Ikea in Piacenza

Arbeitskampf bei Ikea

Streik bei Ikea

„IKEA setzt Subunternehmen ein, die Arbeiter*innen im IKEA-Zentrallager ausbeuten. Diese – vorwiegend Migrant*innen – organisieren sich und streiken. IKEA antwortet mit Kündigungen. Solidaritätsaktionen in ganz Italien. Polizeigewalt gegen Streikende.

Seit Mitte Oktober befinden sich die Arbeiter*innen des Consorzio Gestione Servizi (C.G.S.), das mit dem Warenumschlag im italienischen IKEA-Zentrallager in Piacenza beauftragt ist, im Arbeitskampf. Die Mehrzahl der Arbeiter*innen sind Migrant*innen, die sich trotz der prekären Lage, dass Aufenthaltstitel an eine Beschäftigung gebunden sind, nicht einschüchtern lassen. Sie haben sich in den letzten Wochen organisiert und zu Streikmaßnahmen gegen miserable Löhne und inakzeptable Arbeitsbedingungen entschlossen. Sie kämpfen für die schlichte Einhaltung des Kollektivvertrags wie überhaupt um die Einhaltung grundlegendster Rechte. Die Antwort von IKEA und C.G.S.: Keiner der Forderungen wird nachgegeben, stattdessen wird 107 Arbeiter*innen die Kündigung ausgesprochen. Betroffen sind vor allem jene, die bei den Protesten vermeintlich besonders aufgefallen bzw. gewerkschaftlich organisiert sind.“ mehr zu den Hintergründen und den Forderungen der Streikenden >>

Die Mitnahme von Ikea Möbeln in Bus und U-Bahn ist nicht erlaubt

… so die Aussage der HVV Pressesprecherin Gisela Becker im Interview beim Fernsehsender „Hamburg 1“.
Viel geredet wurde im Vorlauf zur Ikea Ansiedlung über die Mitnahme der eingekauften Möbel per Bus und Bahn. Von neuen Konzepten Ikeas war die Rede, Möbel mit Bus oder Bahn nach Hause zu bringen. Alle heiße Luft !
Es gibt keinerlei Gespräche von Ikea mit dem HVV.
Laut HVV darf nur „Gepäck in der Größe von Handgepäck transportiert werden“.

(HVV – Hamburger Verkehrsverbund)

Ikea versucht Lohndumping in Griechenland

aus: Telepolis – 21.11.2012
„Das Unternehmen will allen Mitarbeitern kündigen und niedrigere Einzelverträge abschließen, während die Regierung bereits weitere Mehrbelastungen beschlossen hat.

(…) Ikea Griechenland möchte die Arbeitsverträge aller Angestellten kündigen und Einzelverträge abschließen. Konkret bedeutet dies, dass jeder Bedienstete individuell einen Arbeitsvertrag aushandeln muss. Bislang liegt das Einkommensniveau der Ikea-Beschäftigten im Verkauf auf dem Niveau von 600 Euro monatlich. Die Angestellten traten aus Protest sofort in einen Streik. Ikea Griechenland gehört (…) als Lizenzunternehmen zur Fourlis Gruppe und hat mit einem Umsatz von knapp drei Milliarden Euro und dem Status des gewinnträchtigen Unternehmens nunmehr eine Monopolstellung. Beide Hauptkonkurrenten im Möbelgeschäft, die Firmen Sato und Neoset, mussten Konkurs anmelden.
Neben den Angestellten gab es von den Kunden wütende Proteste. Es brach auch im Internet ein Shitstorm los. Denn die Gehaltskürzung kommt just gleichzeitig mit weiteren Kürzungen, die seitens der Regierung für die Lohnempfänger beschlossen wurden. So werden künftig Überstunden per Gesetz nicht mehr bezahlt, Familienzulagen wurden gestrichen, vorhandene Kinder zählen dagegen als steuerlich zu erfassender Faktor und führen zu höheren Steuern. Ohne weitere Gehaltskürzungen bedeuten die Sparmaßnahmen der Regierung bereits eine Mehrbelastung für die Bürger. Diese bewegt sich auf den Niveau von 15 bis 20 Prozent.
(…) Interessant ist, dass das Preisniveau der Ikea-Produkte in Griechenland weit über dem liegt, was Kunden in deutschen Ikea-Märkten zahlen müssen.“

Die Altonaer Politakteure bei der Ikea Agenda 2010

ein genauerer Blick lohnt sich, wer die politischen Akteure in der Bezirksversammlung Altona bei der „wie bekommen wir Ikea in die Große Bergstraße Agenda“ waren und noch sind:

Cdu: Fraktionsvorsitzender Uwe Szczesny – m.W. Unternehmensberater mit Firmensitz in den Vereinigten Staaten, seit ca. 2 Jahren neu verheiratet mit Ch.Handke, Chefredakteurin des Elbe Wochenblatts. Politische Schwerpunkte: Sonderausschuss Ikea,  Bauauschuss, u.a.
Hauptakteur, der sich offenbar noch was beweisen muß, mit Sven Hielscher als treuem Knappe (mehr für die seriöse Texte zuständig) und Tim Schmuckall als agilem Öffentlichkeitsmitarbeiter ein wirkmächtiges Trio.

Gal: Gesche Boehlich, Fraktionsvorsitzende, Hausfrau, Blankenese
siehe: http://www.gal-altona.de/bezirksfraktion/abgeordnete/.
„Sprecherin Sonderausschuss Ikea“ – ( „Ikea“auf der Gal Webseite schön groß geschrieben).
Wer das Vergnügen hatte, bei Bezirksversammlungen und anderen Gelegenheiten G.B. zu erleben, konnte sich nicht des Eindrucks verwehren, daß bei ihr ein erhebliches Problem vorliegt: sie redete sich in einen Tunnelblick erster Güte um für Ikea in der Großen Bergstraße zu werben und wurde des öfteren als „Szczesnys grüner Pudel“ betitelt.. Warum das so war und wie sie ihre Position bei den auch sonst oberspießigen Altonaer Grünen behaupten kann, könnten nur Gal – Insider erklären.

Spd: Mark Classen, „als stellvertretender Fraktionsvorsitzender zusammen mit dem Fraktionsvorstand mit der Führung der SPD-Fraktion Altona betraut“ siehe: http://www.mark-classen.de/2.html . An seiner Karriere arbeitender Spd Politker, der sich gerade für ein Bundestagsmandat in der Altonaer Spd aufstellte. „seit 2008: Selbständiger Dienstleister für Datenerhebung und Auswertung in der Standortforschung“ – ebenfalls auf der oben zitierten Webseite (10.12.13: dieser Eintrag steht nicht mehr auf der website von M.Classen). Firmensitz m.W. nahe der Großen Bergstraße.
… „mit der Führung betraut“ – da hat das Coachen wohl nicht so recht geklappt, so eine peinlich autoritäre Formulierung  hätten wir sonst nur Johannes Kahrs und seinem rechten Seeheimer Kreis zugetraut.

Die Linke Altona tat sich anfangs schwer, eine Position zu den Ikea Plänen zu finden. Michael Sauer, damals Bezirksabgeordneter der Linken Altona und direkter Anwohner, plädierte für ein Bürgerbegehren und unterstützte die „Frappant Künstler“ bei ihrem Umzug in das Frappant Gebäude.NAch einer Findungsphase engagierte sich die Linke als einzige Partei in Altona gegen die Ikea Ansiedlung und unterstützte die Frappant Besetzer.  Robert Jarowoy mußte sich als Fraktionsvorsitzender der Linken Bezirksfraktion Altona Gehässigkeiten en masse von den Fraktionsvorsitzenden der anderen Parteien anhören.

Forderungen an Ikea/Bsu/Bezirksamt für die Bauzeit des Ikeabunkers

Auch wenn die „Informationsveranstaltung“ von Ikea ein Witz werden kann, ist es angebracht, Bedingungen für die Bauzeit zu stellen:

  • Beschränkung der Bauarbeiten auf eine Zeit von 09 – 17.00, an Werktagen
  • keinerlei Bauarbeiten an Wochenend – und Feiertagen
  • Lärmmessgeräte an den vier Seiten der Baugrube, mit angeschlossenem Warnautomatismus, der dafür sorgt, daß ab einer vereinbarten Lärmobergrenze von 65 dB die Bauarbeiten eingestellt werden
  • Reinigung der Anfahrtsstraßen um 17.00 an den Bauarbeitstagen
  • Anfahrten von Baumaterial und Baugeräten nur zwischen 09 – 17.00, an Werktagen
  • Zahlung von Mietminderung Ausgleich an Anwohner_innen ab einem zu vereinbarenden Abstand von der Baustelle
  • Zufahrt und Anlieferung der Baumaterialien nur über die Schillerstraße
  • Umbau der Anfahrtstrasse auf die Seite Alte Poststrasse gegenüber der Post

fehlt noch was – bitte Kommentare !

Ikea soll in der Hafencity bauen !! 12.11. im Altonaer Museum

Es scheint, die warum auch immer langwierigen Verhandlungen mit der BSU und dem Bezirk haben sich lange genug hingezogen, so daß der Eindruck entstehen konnte, bei den Verhandlungen mit dem Ikea Konzern hätte es sich um wichtige Fragen gehandelt. Die nicht kurz ausgehandelt werden konnten, nein, die Willfährigen sitzen an der richtigen Behördenstelle und transparent ist nur das, was Jede/r ohnehin weiß. Ein Verkehrskonzept für die Zeit nach Eröffnung des Ikea Bunkers ist nicht vonnöten, M.Classen ist mit seiner Bundestagskandidatur befaßt und so ein Kleinkram im Verkehrs Ausschuß macht ihn dabei nicht beliebter. Am 12.11. nun wird Märchenonkel J. Möbius und weitere wo, natürlich im Altonaer Museum, den Anwohnern erklären, warum Lärm nicht laut und Dreck nicht schmutzig ist – und daß alles für einen „guten Grund“ zu ertragen sei. Den „guten Grund“ kennen zwar vorwiegend die Ikea Vertreter und ihre Behördensprecher, doch die Inszenierung für diesen Abend soll dafür sorgen, daß die Besucher dieser Informationsveranstaltung danach nicht mehr wissen, wer sie sind: schöne Bilder, nette Umgangsformen, Information im reinsten Sinne, wir sollen „in Form“ gebracht werden, die 18 Monate lang andauernden Bauarbeiten für eine häßlichen Klotz gut zu heißen. NeinWahnsinn in Altona - Ikea will bauen 12.11.12.Eine Dummheit wird nicht klüger, wenn sie realisiert wird.

Eine „Lichterkette“ beim Aktionstag gegen Wohnungsnot am 27.10.12 – warum ?

Lichterketten haben Tradition in Deutschland, gegen den Brandanschlag von Mölln protestierten fast eine Million 1992 mit dieser Form des „stillen Protests“.
Nach und nach gab es dann Lichterketten zu diesem und jenem und nun, zwei Monate vor Weihnachten gibt es Lichterketten bald zu kaufen – aber das ist ein anderes Thema.
Am 27.10.12 gab es eine Lichterkette, auch ‚Protest-Lichter-Umzingelung‘  und ‚Mahnwache‘ genannt, vor den Häusern in der Breite Straße 114 -116 beim Aktionstag gegen Wohnungsnot, „um die Gründerzeithäuser zu erhalten“, wie anna elbe schreibt, ‚mit der Umzingelung schaffen wir ein Bild der Betroffenheit‘.
Mag sein, die Form eines Protests ist nicht das wichtigste, Hauptsache sie dient dazu, auf das Thema aufmerksam zu machen und damit die Presse schreibt, sollte Betroffenheit deutlich demonstriert werden. Doch muß es dann gleich Mahnwache oder Lichterkette sein. Beides Protestformen, die eine andere Tradition haben ?

Und sind die beiden Häuser nun das Thema in Altona, um sich als Teil des Aktionstages einzubringen ?
Grün sind die Häuser, und etwas grün wirken diese Protestformen, den Grünen in Altona könnte sie gefallen. Nicht demonstriert wurde dagegen vor der Ikea Baustelle an der Großen Bergstraße. Das gefällt den Grünen in Altona sicher noch mehr, setzten sie sich doch so intensiv für die Ikea Ansiedlung ein.

Freies Sender Kombinat

Umfrage: Wer wulfft in Altona am meisten ?

Die vierte Gewalt klärt auf !

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