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Ikeas Propaganda

Diese Kategorie enthält 7 Beiträge

Ikea Möbel aus Weißrussland

Ikea läßt die billigen Möbel u.a. in Weißrussland herstellen. Billigste Holzlieferung, die unterdrückten Arbeiterinnen, keinerlei demokratische Rechte und keine Pressefreiheit – ideale Produktionsbedingungen für Ikea Möbel. Die dann schick verpackt im Ikea Bunker in Altona zum Verkauf bereit liegen. Wer es wissen möchte, oder nicht glauben will, beim Markencheck Ikea (Ard 25.8.14) machte sich ein Team auf den Weg nach Weißrussland und fand Arbeiterinnen, die über die Arbeitsbedingungen in der Ikea Lieferfirma berichten: 12 Stunden Arbeitszeit täglich, 360 € Lohn im Monat. Das auf dem Ikea Möbel angegebene Ursprungsland Litauen war falsch, die dreimal niedrigeren Produktionskosten in Weißrussland regelten den Umzug dorthin. Als das Reporterteam in der weißrussischen Möbelfirma den Eindruck machte, für die deutsche Möbelindustrie zu filmen, schimpften die Arbeiterinnen vor laufender Kamera über die unerträglichen Arbeitsbedingungen. „Demokratisches Design“ – ein Slogan, den Ikea für seine Produkte reklamiert, bekommt damit eine konkrete Bedeutung: die deutschen Ikea Kunden entscheiden über die Ausbeutung der Arbeiter in den Ikea Firmen per demokratischen Kauf der Möbel. Willst du Komplize sein – dann kaufe bei Ikea ein. Oder schreibe überlegt dümmliche Artikel für deutsche >> Zeitungen

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im Bett von Ikea – die (Kunst)altonale 2014

Zur Eröffnung der Ikea Filiale lädt die 16. altonale zum „größten Hamburger Kulturfestival“ ein, mit dem markanten Motto „lokal – nachhaltig – international“. Nach etwas Kunstgeplänkel, kaum erkennbar in diversen Ottensener Schaufenstern und hoch angepaßt im Mercado, können sich dann die immer gleichen Bands in die Herzen der 500 000 Besucher spielen, die vor allen Dingen eins zu tun haben: konsumieren.
Dafür die Freßstände und Flohmärkte und noch ein kulinarisches Highlight und noch etwas gegen die Angst vor dem Verhungern – oder ein „Deutscher Pavillon“ am 4.7.14 (Achtung Halbfinale) in der Eggersallee.
Wir müssen schließlich wissen, wo wir sind, nein, nicht mehr in Dänemark, da können sich die Kopenhagener Partnerkünstler noch so sehr an Ikea Nachbauten abmühen – und überhaupt, wir wollen Fußball.

Aber ja doch, es gibt auch das Andere und Besondere, die Altonaer sind ja so ausgeprägte Freunde der „schönen Künste“: kulturelle Tafelrunden z.B. mit Prof. Dr. Lingner – recycelte Teller und paternale Texte natürlich inklusive – eben so richtig nachhaltig.

Und, ja warum lokale Künstler, die jeder kennt, gerade bei einer „Bunkerinvention“ wieder entdeckt werden sollen??

Zumindest wird der Bunker dabei entdeckt – für potentielle Mieter, die dort bald einziehen können – die Altonaer Immobilien Netzwerker wissen sicher schon mehr. Wenn es gut läuft, kann ein Superding daraus werden, so ähnlich wie der umgebaute „Appartmentbunker“ , 800 m westlich der Friedensallee am Ende der Bülowstraße: von 650.000 € für eine verschattetes Erdgeschoßloft (128qm) bis zur freistehenden Badewanne mit Blick über Ottensen aus einem Loft für 2.3 Mio € – wow, dafür intervenieren wir doch gerne.

 

„Revolution in Altona“, ermäßigt über die Ikea Family Karte, im Altonaer Theater April 2014

5.4.2014

Welche Ermäßigungen gibt es denn auf die Theaterkarten, gibt es eine für Rentner? „… nein, tut uns leid, es gibt nur Ermäßigungen für die Ikea Family Karte und für die Budni Karte, etwas anderes können wir Ihnen leider nicht anbieten …“
Erstaunt – warum ?  War Ikea früher für seine strikte Ablehnung jeglichen Sponsorings bekannt, ist diese Zeit längst vergangen.  (Nabu, Altonaer Museum, Greenpeace)

Vor Beginn der Aufführung eine Ansage: Video- oder Audiomitschnitte sind nicht erlaubt. Ich beobachte die Zuschauer um mich herum, kein Smartphone, keine Videocam – welche  Not treibt das Ensemble zu so einer peinlichen Ansage?

Die Bühne ist mit weißen Sandsäcken dekoriert, ein weicher unebener Grund auf dem die Schauspieler sich bemühen, ein revolutionäres Flair à la 1918 zu inszenieren. speziell der abendliche Star: Adam Bousdoukos.

Er schimpft, und brüllt, und versucht den Thälmann in sich zu entdecken – nur er bleibt was er ist.

Auch eine amerikanische Eiche für „Kebap“? oder Kebab, oder warum ein „Recht auf Stadt“ Projekt in Altona sich so nennt.

Nachschub für Kebab

Nachschub gefällig für Kebap ?

update 28.2.14:
Die amerikanische Eiche auf dem Goetheplatz wurde am 25.2.14 von den Hamburger „Baumpflegern“ klein gesägt. Die Sicht von Westen auf den Ikeabunker ist nun frei gemacht, die letzte Runde der Zurichtung von Altona Altstadt zu Ikeas Wohnzimmer eingeläutet.
Ob das Holz der amerikanischen Eiche teuer verkauft werden kann oder gar zur Pellet Befeuerung à la Kebap dienen kann?
Auf Ikeas Entwurfsskizze für den damals bekämpften Neubau fehlte schon 2009 die amerikanische Eiche >>>, stattdessen ziert eine mickrige Platane(?) den Blick auf den „nachhaltigen“ Ikea Klotz.
Übrigens, die drastische Gelb Blaue Farbwahl sieht in Natura noch widerlicher aus.Tree_Felling_Ikea_Hamburg_201402253Tree_Felling_Ikea_Hamburg_201402252

Tree_Felling_Ikea_Hamburg_201402251

Dezember 2012:
Als ich zum ersten mal einem türkischen Freund das „Projekt Kebap“ vorstellte, nahm die schlechte Laune, die mein Reden bei ihm auslöste, so deutlich zu, daß wir nach wenigen Sätzen das Thema wechselten.

Schon allein, daß ein Wort wie Kebap zur Abkürzung für „KulturEnergieBunkerAltonaProjekt“
verwendet wurde, war ihm derart unangenehm.
„Gegrilltes oder gebratenes Fleisch“ bedeutet Kebab auf türkisch – und nun versuche mal eine(r) den Unterschied von Kebap und Kebab herauszuhören.
Den 7 Kebab Aktivisten sind solche Gedanken offenbar fremd, die Kampagne für das Projekt ist perfekt vorbereitet, mit anschaulicher Bebilderung werden Zielgruppen angesprochen, die in Altona was zu sagen haben.
Das oberflache Multikulti Getue bei der Namenabkürzung Kebap passt dabei gut ins selbstgefällige Klischee, hört jedoch sofort auf, wenn die Anliegen des Projekts benannt werden: „KEBAP versorgt Altona mit Energie: zu einem Teil mit Wärme und Strom, zu einem anderen Teil mit geistiger Kraft.“  Noch was ?
Klar: CO2 -neutral, 15 Arbeitsplätze, engagierte Altonaer BürgerInnen als Projektentwickler .
So flott stellt sich „Kebap“ dann auch am Wochenende auf den Goetheplatz und wirbt mit einem Stand vor der Ikea Baustelle für das „Kebap Konzept“. Mit der Ikea Ansiedlung hatte das Projektteam der 7 Macher_innen mit deutschen Wurzeln keine Probleme, nun jedoch, mit Unterstützung von Haw und Hcu soll es an die Arbeit gehen.
Die Koalition von Spd/Grüne im Bezirk hat schon die Unterstützung des „Kebap Konzeptes“ signalisiert. Das wäre doch was, ein „gegrilltes Fleisch“ Kulturprojekt in Altona, in einem Bunker. Gelobt sei, was dumm macht – und der eigenen Karriere und Klientel dient.
Nun, bei der  „Recht auf Stadt“ Demonstration am 18.1.2014 gehört Kebap nicht zu den Unterzeichnern.

Warum die „Süddeutsche“ Ikea in Hamburg so liebt

Immer wieder fällt auf, wie bauernschlau die sonst so renommierte „Süddeutsche“ keine Chance auslässt, den Möbelanbieter möglichst sexy und charmant zu platzieren. Der Ikeabunker in Altona wird zum Mini Ikea – (nach Kritik aus Hamburg wurde der Artikel zurückgezogen), alles wird schöner und besser, wenn endlich der Klotz gebaut wird, die Femen Aktivistinnen in der Hamburger Ikea Filiale   usw.
Schalten die SZ Redakteure plötzlich ihren Verstand aus ?
Oder ist die Hamburger Redaktion der SZ dafür zuständig, die das „Hamburg Magazin“ redigiert:  „Das Magazin aus der Metropole ist die Hamburg Marketing GmbH. Für Redaktion und Produktion ist die Magazin Verlagsgesellschaft der Süddeutschen Zeitung verantwortlich, die in Hamburg unweit des Hafens gegenüber dem Michel ein eigenes Redaktionsbüro hat. “ (quelle: http://sz-media.sueddeutsche.de/de/magazine/files/mediadaten_hamburgmagazin_2012.pdf)
und da natürlich eine Aufgabe hat:
„Hamburg: Das Magazin aus der Metropole zeigt die Hansestadt als einen aufregenden, vielfältigen Ort zum Leben und Erleben.“
hier eine Kostprobe des „pulsierenden“ Stils:
“ Wer das Hamburg Magazin liest
Die Leser von Hamburg: Das Magazin aus der Metropole zeichnen sich durch drei Dinge aus: Sie sind überdurchschnittlich gebildet, besonders konsumfreudig und haben starken Einfluss auf die Meinung der Menschen, mit denen sie sich umgeben. Rund die Hälfte aller Frauen und Männer, die das Magazin lesen, hat Abitur – oder sogar einen Hochschulabschluss. Das Gros verfügt außerdem über ein Haushaltsnettoeinkommen von mehr als 3.000 Euro. Das Altersspektrum reicht von 20-Jährigen bis zu 59-Jährigen, also von Berufsanfängern bis zu Best-Agern. Sie alle vereint die Bereitschaft, für Konsumprodukte von hoher Qualität mehr Geld auszugeben als der Durchschnittsbürger. Und die Begeisterung für das pulsierende Leben in der Metropole Hamburg.“

:: + :  – einfach und toll !   – und dann noch die Best-Ager.   Wow !

und nun, Anfang 2013 sind wir noch begeisterter: über die 300 000€, die wir aus der Betten Steuer jetzt zusätzlich erhalten !!

 

Ihr Kinderlein kommet… Ikea Pressekonferenz in den Hamburger Bücherhallen 1.11.2011

Stofftiere sind putzig und liegen bei Ikea auf Kinderaugenhöhe. Nach dem die Erwachsenen endlos durch die Einkaufkorridore getrottet sind, ist die Laune bei den Kleinen eher mau, was könnte helfen ? Ein Stofftier. Und dann werden noch gleich bei jedem „Stoffspielzeug“ 1€ für die Bildung in armen Ländern gespendet. 2012 soll das Geld die Bildung in Albanien „verbessern“. 1,4 Millionen waren es 2011 in der Vorweihnachtszeit (1.11. – 24.11.), da ist die Spendenfreude am größten und bei dem einen Euro Spende fallen die 7,99 € für das putzige Knuddeltier kaum mehr auf. Kann schon sein , daß etwas wenig für die Erstellung der Stofftiere bezahlt wurde, so ist das eben in der kalten Welt. Aber wir wärmen uns an dem 1 €, ist doch toll –  die Idee, ja „Ikea macht Schule“ und das muß auch gut platziert werden, die Bücherhallen Hamburg sind ein guter Ort für eine Pressekonferenz am 1.11.2011. (siehe Bild >Ikea_Prop_Hamburg_2011)
Und glaubwürdig wird es besonders dann, wenn „Save the Children“ mit Ikea glaubhaft macht: „1 € reicht, um fünf Kinder in Entwicklunsländern mit Büchern und Bleistiften auszustatten.“ (Schreibfehler auf der Ikea website). Albanien ist also ein Entwicklungsland und wenn nicht, dann ist „Save the Children“ irgendwie der falsche Partner: „Kommt noch dazu, dass Save the Children vor allem in Krisengebieten und Drittweltländern tätig ist. (…) Save the Children unterstützt Kinder in Notlagen und kämpft für deren Rechte. Diese Aufgaben nimmt die Organisation als Ngo wahr. Das Kriterium der Transparenz ist nur sehr beschränkt erfüllt. Es ist nicht genau nachvollziehbar, wie Save the Children Schweiz organisiert ist. Ausserdem hat die Öffentlichkeit keine oder nur sehr beschränkte Einsicht auf Arbeitsabläufe und Geldflüsse. Ein weiteres Indiz für ungenügende Transparenz ist die Nicht-Zertifizierung der Stiftung Zewo.  Save the Children Schweiz hat damit ein Glaubwürdigkeitsproblem.“
Zitate aus: Globale Zivilgesellschaft.  Eine kritische Bewertung von 25 Akteuren  S. 25 ff
Zewo ist eine Schweizerische Zertifizierungsstelle für gemeinnützige, Spenden sammelnde Organisationen

1.10.2010: „Jan Delay bekommt eine neue Ikea-Küche“

mal was aus dem Verlag „Werben & Verkaufen„, für die Jan Delay Fans:
“ Jan Delay bekommt eine neue Ikea-Küche
Seit Wochen sind die Ikea-Einrichtungsberater unterwegs und verschönern Deutschlands Wohnungen. Jetzt stand Innenarchitektin Birgit vor einer ganz besonderen Herausforderung: Gemeinsam mit ihrem Team möbelte sie die Küche der legendären Hamburger Boogie Down Studios – neue musikalische Heimat von Jan Delay – auf.“
unbedingt sehenswert der Ikea Werbefilm mit Jan Delay    mehr >>

Freies Sender Kombinat

Umfrage: Wer wulfft in Altona am meisten ?

Die vierte Gewalt klärt auf !

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